Das Lebensskript


Ein wichtiger Schlüsselbegriff der Transaktionsanalyse ist das Lebensskript. Die Transaktionsanalyse geht davon aus, dass jeder Mensch in seiner Kindheit eine eigene Lebensgeschichte, ein Skript, entwirft.

·         Ich bin nicht o.k. & du bist nicht o.k.

·         Ich bin nicht o.k. & du bist o.k.

·         Ich bin o.k. & du bist nicht o.k.

·         Ich bin o.k. & du bist o.k.

Dies geschieht automatisch durch das, was wir im Außen erleben (Eltern-Ich) und an Gefühlen im Inneren lernen (Kind-Ich) kennen lernen.

Von den Eltern wird meist die Botschaft übermittelt „Ich bin ok und du bist nicht ok“. Es muss nicht wirklich bewusst vermittelt werden, aber es wird vom Kind sehr oft so wahr genommen.

Dadurch entwickelt das Kind die Botschaft „ich bin nicht ok und du bist ok.“ Falls das Kind im Laufe der Zeit erkennt, dass Eltern auch nur Menschen sind, verändert sich dieses Skript fallweise in „ich bin nicht ok und du bist nicht ok.“

Der dritte Ich-Zustand kommt aus den Dramapositionen heraus und führt uns zu einem Skript von „ich bin ok und du bist ok“. Dies erreichen wir, wenn wir im Erwachsenen-Ich sind.

Bis zum siebten Lebensjahr ist der Entwurf dieser Geschichte fertig. Das Lebensskript ist dem erwachsenen Menschen oft nicht bewusst, dennoch steuert es das Leben meistens so, dass dieses Leben zum entsprechenden Skript passt.

Womit wir wieder mitten in der Thematik dieses Buches sind: Weltbilder bilden Welten. Und wenn wir davon ausgehen, dass kein Mensch ok ist, dann werden wir eher permanent gegen etwas ankämpfen müssen (Don Quijote) als wenn wir davon ausgehen, dass mein Gegenüber genauso ok ist wie ich (Pippi Langstrumpf)

Dieses Lebensskript, diese Geschichte ist wie ein ganz persönliches Theaterstück, sie hat einen Anfang, eine Mitte und eine Ende, und sie verfügt auch über eine eigene "Dramaturgie".

Und gleichzeitig lässt sie sich auf jeweils einen kurzen Satz zusammen fassen, nämlich dem Zusammenhang zwischen den ok-Postionen des jeweiligen Gegenübers und der betroffenen Person.


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